Am 29. März gab die russische Botschaft in Indonesien bekannt, dass ein U-Boot der Kilo-II-Klasse, eine Korvette und Unterstützungsschiffe in dem südostasiatischen Land eingetroffen sind. Der Besuch eröffnet ein neues Kapitel der militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Jakarta. Mit der Ankunft des Verbandes der russischen Marine in der indonesischen Hauptstadt wird eine bilaterale Beziehung unterstrichen, die in den vergangenen Jahren durch operative Kontinuität und eine zunehmende Verteidigungskooperation geprägt war.
Nach Angaben der Mitteilung lief eine Gruppe der russischen Pazifikflotte den Hafen von Tanjung Priok an. Zum Verband gehören die Korvette Gromky, das als Kilo II eingestufte U-Boot Petropavlovsk-Kamchatsky sowie das Unterstützungsschiff Andrey Stepanov. Die Begrüßungszeremonie stand unter Leitung von Konteradmiral Evgeny N. Myasoedov, stellvertretender Kommandeur der Kräfte und Mittel im Nordosten der Pazifikflotte, und Brigadegeneral des Marinekorps Dian Suryansyah, stellvertretender Kommandeur des Regionalen Marinekommandos III Indonesiens. Beide hoben den fortlaufenden Charakter der bilateralen Marinebeziehungen hervor.
Russisch-indonesische Marinekooperation in Jakarta
Die beiden Offiziere betonten, wie wichtig ein reibungsloser Austausch und regelmäßige operative Aktivitäten zwischen der russischen und indonesischen Marine sind. Ihren Angaben zufolge tragen diese Kontakte zur Stabilität im asiatisch-pazifischen Raum bei und festigen die Kooperationsmechanismen. Dazu zählen Hafenbesuche, technische Austausche und Kommunikationsübungen. Noch am selben Tag besuchte der russische Botschafter in Indonesien, Sergei Tolchenov, die entsandten Einheiten, um ihre Fähigkeiten zu begutachten und künftige Aktivitäten zu planen.
Auf dem Programm des Besuchs stehen Arbeitsgespräche, protokollarische Termine und Sportveranstaltungen zwischen den Besatzungen, wie sie bei derartigen Marineentsendungen üblich sind. Anschließend sollen gemeinsame Übungen stattfinden, die auf maritime Manöver und Kommunikation ausgerichtet sind. Die Einheiten werden einige Tage in Jakarta bleiben, bevor sie ihre operative Route fortsetzen.
Geschichte der Zusammenarbeit zwischen Russland und Indonesien
Die derzeitige Intensivierung der Kooperation knüpft an jüngere Vorhaben an, darunter die Übungen Orruda 2024. Diese fanden vom 4. bis 8. November jenes Jahres in Surabaya und auf der Javasee statt. Die Manöver umfassten Hafen- und Seephasen und waren die ersten bilateralen Übungen dieser Art seit der Unabhängigkeit Indonesiens vor 79 Jahren. An den Aktivitäten nahmen mehrere russische Korvetten sowie das Unterstützungsschiff Pechenga teil, was eine verbesserte taktische und logistische Abstimmung zeigte.
Verteidigungsbeziehungen und Su-35-Abkommen
Auch in anderen Bereichen, etwa der militärischen Luftfahrt, zeigte sich die Verteidigungsbeziehung deutlich. Im Jahr 2019 bestätigte eine Quelle in Jakarta gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax, dass Russland und Indonesien nach fast vierjährigen Verhandlungen eine Vereinbarung über den Verkauf von 11 Su-35-Kampfjets erzielt hatten. Nach Aussage derselben Quelle sollte der Vertrag über 1,1 Milliarden US-Dollar teilweise über ein Kompensationssystem abgewickelt werden, das den Tausch von Palmöl, Kautschuk und anderen indonesischen Produkten umfasste. Dies ging aus Informationen von mit Rosoboronexport vertrauten Kreisen hervor.
Die Ankunft des U-Boots der Kilo-II-Klasse und der Korvette Gromky in Jakarta setzt diese nachhaltige Kooperationslinie beider Staaten fort. Der russische Marineverband stärkt die Präsenz der Pazifikflotte in Südostasien und ermöglicht Indonesien zugleich, sein Netz strategischer Partner auszubauen. Beide Regierungen behalten dabei ihr Interesse an gemeinsamen Initiativen mit Schwerpunkt auf maritimer Sicherheit und technologischem Austausch im Marinebereich bei.
Bilder von der russischen Botschaft in Indonesien.
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