Heute wird der Internationale Tag des Dankes begangen. Dass er gleich zu Beginn des Jahres liegt, erscheint mir durchaus passend.
Während wir unser Leben für die kommenden zwölf Monate planen – mitunter sehr stark auf persönliche Ziele fokussiert –, sollten wir uns zunächst bewusst machen, was hinter uns liegt und wer uns unterstützt hat. Dankbarkeit dafür zu zeigen, ist eine Übung, die wir alle pflegen sollten.
Dank zum Internationalen Tag des Dankes
Bevor ich zum eigentlichen Thema dieses Textes komme, möchte ich euch allen danken. Danke, dass ihr Razão Automóvel erneut zum Reichweitenführer in Portugal gemacht habt. Dies ist nun schon das fünfte Jahr in Folge der Fall.
Doch ein weiterer Dank ist angebracht: dem Verbrennungsmotor. Gerade jetzt, da sein Ende in Europa – falls sich nichts ändert … – nur noch etwas mehr als ein Jahrzehnt entfernt sein dürfte.
Danke, Verbrennungsmotor
Beginnen wir damit: Die im Kalender festgelegte Frist für das Ende der Verbrennungsmotoren ist ungerecht – sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch gegenüber dieser Technologie selbst. Doch gehen wir Schritt für Schritt vor.
Zunächst einmal zeugt sie von großer Undankbarkeit gegenüber einer Technik, die uns so viel gegeben hat und weiterhin gibt. Aus Gründen, die sich mir nicht erschließen, scheint sie zum „Staatsfeind Nr. 1“ der Gesellschaft erklärt worden zu sein.
Ich übertreibe jedoch nicht, wenn ich behaupte, dass nur wenige Erfindungen einen so tiefgreifenden und positiven Einfluss auf die Gesellschaft hatten.
Diese Technologie hat uns nicht nur viel ermöglicht, sondern auch bewiesen, dass sie sich weiterentwickeln und ihre externen Auswirkungen verringern kann. Der Renault Espace und der Toyota Prius – um nur zwei Modelle mit Hybridtechnik zu nennen, die ich kürzlich gefahren bin – belegen genau das.
Irgendwann wird die Zeit dem Automobil und dem Verbrennungsmotor gerecht werden. Ich glaube jedoch nicht, dass dieser Zeitpunkt bereits gekommen ist. Jetzt ist vielmehr die Zeit, den „Tod“ jener einzigen Mobilitätsalternative anzukündigen, auf die Millionen Menschen angewiesen sind. Auch deshalb ist es ungerecht.
Legitimität
Warum soll der Verbrennungsmotor abgeschafft werden? Und mit welcher Legitimität? Bei keiner der Wahlen, zu denen ich aufgerufen war, kann ich mich daran erinnern, über etwas Vergleichbares abgestimmt zu haben. Weder ich noch die überwältigende Mehrheit der Europäer. Hier besteht – mindestens … – ein Problem demokratischer Legitimität.
Nach allem, was der Verbrennungsmotor in den vergangenen 100 Jahren für die Gesellschaft geleistet hat, hätte er zumindest einen natürlichen Tod verdient. Stattdessen werden wir einen in Brüssel beschlossenen Tod erleben. Ohne Notwendigkeit und mit Folgen, die wir noch nicht absehen können.
Natürlich hat auch diese Technik, wie jede andere, eine begrenzte Lebensdauer. Doch ich glaube nicht, dass sie 2035 endet.
Ich halte hartnäckig am Glauben an die Wahlfreiheit fest.
Wir beschleunigen den Zeitplan unnötig. Wie wir bereits in der Vergangenheit gesehen haben, eröffnet uns eine freie Zukunft stets bessere Wege als eine vorgeschriebene. Ob durch batterieelektrische Autos, Wasserstoff-Elektroautos oder Verbrenner, die mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden.
Dafür gibt es deutliche Anzeichen. Elektroautos für unter 25.000 Euro stehen unmittelbar bevor, und viele weitere Technologien, die wir heute noch nicht kennen, könnten in naher Zukunft verfügbar werden. Aus all diesen Gründen war es unnötig, ein Datum im Kalender festzuschreiben.
Ich sage das wohl wissend, dass mein nächstes Auto vermutlich zu 100 % elektrisch sein wird – ja, ich bin weit davon entfernt, ein Fundamentalist der Verbrennungsmotoren zu sein. Mit Blick auf meine Bedürfnisse ist ein batterieelektrisches Fahrzeug schließlich die sinnvollste Technologie. Doch das muss nicht für alle gelten – und es gilt auch nicht für alle.
Gerade deshalb sollten wir etwas weitaus Wichtigeres schützen: das Recht auf individuelle Mobilität in Europa. Letztlich geht es genau darum: um die Mobilität und die Freiheit von 500 Millionen Europäern.
Aus all diesen und vielen weiteren Gründen: Danke, Verbrennungsmotor.
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