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Lamborghini prüft synthetische Kraftstoffe als Alternative zu Elektroautos

Grüner Lamborghini Sportwagen im Ausstellungsraum mit E-Fuel 2035 Schild vorne.

Nach Porsche und McLaren scheint nun auch Lamborghini synthetische Kraftstoffe als mögliche Alternative zu Elektroautos im „Kampf“ gegen CO₂-Emissionen (Kohlendioxid) zu prüfen.

Die Europäische Union hat bekanntlich beschlossen, Verbrennungsmotoren ab 2035 nicht mehr zuzulassen. Kleinere Hersteller, die in Europa weniger als 10.000 Fahrzeuge verkaufen, erhalten jedoch eine Ausnahme: Die Frist für die Ausnahmegenehmigung bei der Aushandlung der individuellen Emissionen jedes Herstellers wurde von 2028 bis Ende 2035 verlängert. Dadurch bleibt ihnen mehr Zeit für die Vorbereitung.

Zudem hat die EU Technologien wie synthetische Kraftstoffe nicht grundsätzlich ausgeschlossen, um die Ziele zur Emissionsminderung zu erreichen. Bis 2026 muss allerdings ihre Wirksamkeit nachgewiesen werden, damit sie in die künftige Gesetzgebung aufgenommen werden können.

Klar ist vor allem, dass weiterhin zahlreiche Fragen zur Zukunft offen sind. Gerade die kleineren Hersteller werden deshalb den Einsatz von Verbrennungsmotoren so lange wie möglich vorantreiben.

Das gilt auch für Lamborghini. Obwohl die Marke ihre Elektrifizierungspläne bereits vorgestellt hat, bestätigte sie ebenso, dass der Nachfolger des Aventador – ihr nächstes neues Modell – traditionsgemäß weiterhin einen V12-Motor besitzen wird, der allerdings mit einem elektrischen System kombiniert wird.

Synthetische Kraftstoffe als Alternative zu Elektroautos

Gegenüber TechCrunch erklärte Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann, dass das Unternehmen aus Sant’Agata Bolognese untersucht, ob synthetische Kraftstoffe eine CO₂-neutrale Alternative zu batterieelektrischen Fahrzeugen darstellen können.

„Es ist kompliziert, denn das Europäische Parlament hat in diesem Jahr entschieden, Benzin- und Dieselmotoren 2035 zu verbieten und bei kleineren Herstellern wie Lamborghini 2036. Deshalb müssen wir uns jetzt noch nicht entscheiden“, sagte der Chef der italienischen Marke zunächst.

„Wir haben weiterhin die Möglichkeit, bei diesen Fahrzeugen möglicherweise den Weg der synthetischen Kraftstoffe einzuschlagen, doch dafür müsste sich die Gesetzgebung ändern, was ich derzeit nicht vorhersehen kann“, ergänzte Winkelmann.

Trotz des Interesses von Lamborghini an Alternativen räumte Winkelmann unmissverständlich ein, was geschieht, falls dies nicht möglich sein sollte: „Falls das nicht passiert, werden wir bis Anfang der 30er-Jahre vollständig elektrisch sein.“

Elektrische Revolution bei Lamborghini läuft bereits

Unabhängig von der weiteren Entwicklung ignoriert Lamborghini die Elektrifizierung nicht: Der Hersteller hat seine elektrische Revolution bereits eingeleitet.

Nach dem Sián FKP 37, dem Sián Roadster und dem Lamborghini Countach LPI 800-4 – bislang Lamborghinis einzige Zugeständnisse an die Elektrifizierung – wird die italienische Marke in den kommenden Jahren ihre gesamte Modellpalette elektrifizieren.

Wie bereits erwähnt, wird der Nachfolger des Aventador als erstes Modell elektrifiziert und 2023 als Plug-in-Hybrid auf den Markt kommen. Anschließend folgt der Urus, der 2024 eine Plug-in-Hybrid-Variante erhält. Auch der Nachfolger des Huracán wird elektrifiziert und erscheint 2025.

Wie Winkelmann bereits zuvor bestätigt hatte, wird Lamborghini „ab 2025“ nur noch „Hybridmodelle in seinem Sortiment anbieten“. Das erste vollständig elektrische Modell soll 2028 erscheinen, offenbar als viersitziger Crossover. Danach folgt ein zu 100 % elektrischer Urus.

Quelle: TechCrunch

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